Tour des Monats

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Tour des Monats - Oktober 2016

Alpengold

Rundgang über Risserkogel & Blankenstein

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Wer auf dem Risserkogel steht, sieht in drei Himmelsrichtungen in die Berge. – Aber keine Sorge, es wird jetzt keine Alpenpoesie.

Zum Wochenende inszenierte ein Zwischenhoch Indian Summer auf bayerisch. In Donauwörth starteten wir im dichten Grau, unterwegs, ganz unerwartet, boten Nebel und aufgehende Sonne richtig großes Kino, später folgte nur noch tiefblauer, wolkenloser Himmel.

Startpunkt war der Wanderparkplatz Hufnagelstube nahe Rottach-Egern. Der beschilderte Aufstieg zum Plankenstein führt an der Riedereckalm vorbei. Nordseitig sieht man im Oktober keine Sonne mehr. So waren die Bergpfade unangenehm batzig. Im Wechsel auf die Sonnenseite sprang die Temperatur nach oben, Berge bis zum Horizont, und dazwischen linste der Glockner hervor.

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Wir waren zu zwölft unterwegs.
Der Direktabstieg vom Risserkogel zum Blankensteinsattel führt über Stock und Stein. Die schattigen Lagen waren heikel. Noch vor Tagen war es hier weiß gewesen, der Schnee war zwar weg, aber die Nässe war geblieben und sorgte für rabenschwarze Wegverhältnisse.

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Und am Gipfelfaufbau packten wir dann das Seil aus. Man sollte sich nichts darauf einbilden, den Blankenstein bestiegen zu haben; aber freuen darf man sich schon. Erst recht, wenn eine Teilnehmerin an solch einem Traumtag mit uns ihr Kletter-Debüt feiert.

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Am späten Nachmittag waren wir längst allein in einer verlassen, großartigen Landschaft. Der Herbst bringt Ruhe in die Berge.

Auf vergessenen Pfaden ging es stets am Wandfuß entlang. Im Schatten der imposanten Blankenstein-Nordwand quert man in einem munteren Auf und Ab ein ausgedehntes Felssturzgebiet. Erneut galt: Achtung Rutschgefahr! Auf den feuchten, teils moosig bewachsenen Felsen ist höchste Vorsicht geboten.

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Ab der Blankensteinalm wanderten wir auf Fahrwegen und Forststraßen in die Dämmerung. Jetzt, wo die Tage kürzer werden, ist ein gutes Zeitmanagement gefragt.

Resümee: Ein Herbst-Spezial für fortgeschrittene Wanderer. Auch wenn man auf den Plankenstein verzichtet, ist es eine superschöne Tour, die zur Nachahmung empfohlen werden kann.