© Gisela Kirchner

Grundkurs Bergwandern im Tannheimer Tal

Von Kornelia Hoppmann

19.06.2025

Nachdem wir an einem Abend im April die risikobewusste Tourenplanung kennengelernt haben, und uns einen Samstag lang mit dem Thema Outdoor-Erste-Hilfe beschäftigt haben, fuhren wir am 19. Juni 2025 für drei Tage ins Tannheimer Tal, um unser theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Wir waren eine kleine Gruppe, zwei Wanderführer und vier motivierte Wandereinsteiger.

Im Tannheimer Tal angekommen, bezogen wir als erstes unsere Zimmer im Haldenseehaus, einer Selbstversorgerhütte in Schnitte. Danach machten wir uns auf zu unserer ersten kleinen Wanderung Richtung Krinnenalpe (1530 m). Ziel dieser Wanderung war es, das ergonomische Gehen unter Einsatz von Wanderstöcken zu lernen. Abends gab es noch eine Lerneinheit zum Thema Wetter und Orientierung in den Bergen. Vom selbstgemachten Frühstück gestärkt, starteten wir am Freitagmorgen zu unserer zweiten Wanderung, die uns ins Gelände über dem Gimpelhaus führte. Dort lernten wir das richtige Begehen von Schotterfeldern und auch, wie man sich am Fels unter Benutzung von Händen und Füßen bewegt. Aufgrund des warmen Frühjahrs konnten wir leider das Überqueren von Schneefeldern nicht mehr ausprobieren. Nach unserer Wanderung ging es mit dem Lernen gleich weiter. Wir beschäftigten uns mit Wanderkarten und den vorhandenen Höhenlinien. Jeder der Teilnehmer erhielt ein Modell eines Berges auf dem er Höhenlinien anzeichnen durfte – gar nicht so einfach!

Vor dem Abendessen erhielten wir von unserem Wanderführer Manne einen Kurs in „Wie koche ich schwäbische Kässpätzle?“. Gestärkt von den wirklich leckeren Spätzle machten wir uns nach dem Abendessen daran, selbständig eine Wandertour zu planen. Unter Abwägung von Wetter, Fitness und Zeitrahmen beschlossen wir am nächsten Tag gemeinsam auf den Einstein (1866 m) zu wandern. Für die Tourenplanung nahmen wir den Gehzeitenrechner und die Wanderkarte zu Hilfe. Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto zu unserem Ausgangspunkt und los ging´s zu unserer ersten selbstgeplanten Tour. Unterwegs überprüften wir mit der Karte, ob wir wirklich auf dem richtigen Weg waren. Den Umgang mit dem Kompass übten wir auch intensiv. Auf dem Rückweg zum Auto testete Manne mit einem fingierten Schwächeanfall, ob wir beim Erste-Hilfe-Kurs auch gut aufgepasst hatten.

Vielen Dank an Gisela und Manne für die drei lehrreichen Tage. Sie gaben nicht nur ihre Wandererfahrung weitern, sondern konnten auch mit ihrem Wissen über die örtliche Flora und Fauna punkten.