© Anne Hahnenstein / Claudia leert Mostäpfel in Wanne

Fast 800 Kilo Äpfel – trotz Trockenheit im Jahr 2026

Ehrenamtlicher Einsatz auf der Streuobstwiese am Schellenberg. Von Anne Hahnenstein

10.10.2026

Zwischen Frühstück und Mittagessen sammelten am Samstag, dem 10. Oktober, acht fleißige Helferinnen und Helfer einen ganzen Anhänger voller Äpfel – und das bei strömendem Regen! 

Gertrud Bittl-Dinger, zuständig für das Projekt Streuobstwiese, freute sich sehr über die tatkräftige Unterstützung. Zum Abschluss pflanzte die Gruppe gemeinsam einen Roten Boskoop als Hochstamm.

Hellrot, sattgelb, blassgrün, zartrosa oder orange: Die Äpfel, die in den Eimern landen, sind so vielfältig wie die Bäume auf der Streuobstwiese am Schellenberg. Dort stehen majestätische Hochstämme neben knorrigen, zerzausten Baumsenioren. Manche Stämme liegen bereits am Boden, aus anderen recken sich nur noch wenige Äste in die Höhe.

Hier stehen Ertrag und Ernte nicht an erster Stelle. Jeder Baum zählt – ob vital oder bereits am Absterben. Zusammen mit der Wiese bilden die Bäume einen wertvollen Lebensraum für Insekten, Vögel und viele weitere Kleinlebewesen. Auch als Rückzugsort für den Winter ist die Streuobstwiese von großer Bedeutung.

Bei der Ernte wurde gerüttelt und geschüttelt: Die Äpfel purzelten von den Bäumen und rollten ins Gras, während fleißige Hände sie auflasen und sortierten. Die guten Früchte wurden in Wannen den Hang hinaufgetragen, und der Anhänger von Naturschutzreferent Rainer Stahl füllte sich rasch. Pünktlich um 11.30 Uhr machte er sich mit der Ernte auf den Weg zur Mosterei Binninger in Nördlingen. Der Saft kommt dem Verein zugute und soll demnächst ausgeschenkt werden.

Gustl Dinger sen. spendete einen kerzengerade gewachsenen Roten Boskoop als Hochstamm und kam zum Start der Aktion persönlich vorbei. Mit der Pflanzung wird der Baumbestand der Streuobstwiese verjüngt und langfristig erhalten. Doch zunächst waren Muskelkraft und Ausdauer gefragt: Beim Ausheben des Pflanzlochs und Einschlagen der Stützpfähle leistete der schwere Boden ordentlich Widerstand.

Du möchtest dich für die Streuobstwiese engagieren?

Alle, die sich für die Streuobstwiese interessieren und zu ihrem Erhalt beitragen möchten, können sich an die Landschaftsarchitektin und Projektleiterin Gertrud Bittl-Dinger wenden. Sie informiert regelmäßig über anstehende Aktionen und freut sich über Unterstützung.